Eine der Halbwaisen ist Beatrice. Sie verlor ihre Mutter bei einem Elefantenangriff und wurde schwer verletzt. Bild: Lou Matzen/privat

Malawi/Sambia: Spendenaufruf für die Opfer einer Tierrechts-NGO

5. Dezember 20252 Minutes

Mit einem ungewöhnlichen Spendenaufruf ist Wildlife Care & Use“ an die Öffentlichkeit getreten. Die Organisation kümmert sich um die Opfer von Tier-Mensch Konflikten im südlichen Afrika.

Mit dem Geld will Wildlife Care & Use (WCU) Familien helfen, die im Umfeld des Kasungu Nationalparks leben. Das berichtet der „Daily Maverick“ aus Südafrika. Der auch in Deutschland Spenden sammelnde amerikanische Tierschutzfonds „International Fund for Animal Welfare“ (IFAW) hatte vor drei Jahren in einer miserabel geplanten und durchgeführten Aktion zusammen mit der malawischen Nationalparkbehörde 250 Elefanten in den Park umgesiedelt.

Der Zaun war noch nicht fertig und die traumatisierten Dickhäuter haben im Umfeld des Parks, sowohl in Malawi als auch in Sambia, Tod und Zerstörung verbreitet. Mindestens 15 Menschen sind tot, weitere leiden an erlittenen körperlichen Schäden. 40 Kinder sind zu Waisen geworden. Den armen Kleinbauern ist ein Millionenschaden durch Ernteverluste entstanden. Bis Weihnachten will die „Initiative für die Waisen von Kasungu“ allen betroffenen Familien zumindest Nahrungshilfe zukommen lassen

Denn beim Thema Entschädigung zeigen sich die vermeintlichen Tierschützer der IFAW hartleibig und knauserig. Die malawische Regierung verbiete solche Zahlungen, hieß es bei IFAW auf Anfrage zur Begründung. Ein Gerichtsverfahren gegen IFAW wegen Schadensersatz ist in London anhängig.

Der Fall zeige, dass es Tierrechtsorganisationen oft gar nicht um Menschen gehe, schreibt der Daily Maverick. Um die Tiere geht es ihnen aber offenbar auch nicht. 80 Elefanten sollen in dem Konflikt bislang umgekommen sein. Einige wurden sehr brutal getötet.

(rdb)